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Ein Monitorarm gehört zu den Upgrades, bei denen die meisten Leute sagen: „Warum hab ich das nicht schon viel früher gemacht?“ Dein Monitor steht auf einem klobigen Standfuß, der die Hälfte deines Schreibtischs blockiert, du kannst die Höhe kaum anpassen, und Ergonomie ist ein Fremdwort. In diesem Monitorarm Test vergleiche ich die besten Modelle 2026, von Budget bis Premium, und erkläre, worauf du beim Kauf achten musst.
Aber zuerst: Warum lohnt sich ein Monitorarm überhaupt?
5 Gründe, warum ein Monitorarm sich sofort lohnt
1. Ergonomie: Monitor auf Augenhöhe
Der wichtigste Grund. Dein Monitor sollte so stehen, dass die Oberkante auf Augenhöhe ist und du leicht nach unten auf die Bildschirmmitte schaust. Die meisten Standfüße sind dafür zu niedrig. Mit einem Monitorarm stellst du die perfekte Höhe ein und dein Nacken wird es dir danken. Mehr zum Thema in unserem Ergonomie-Guide.
2. Mehr Platz auf dem Schreibtisch
Der Standfuß eines 27-Zoll-Monitors nimmt locker 25×25 cm auf deinem Schreibtisch ein. Ein Monitorarm wird am Tischrand geklemmt und gibt dir diese Fläche zurück. Perfekt, wenn du ohnehin mit Kabelmanagement kämpfst und jeden Zentimeter brauchst.
3. Flexibilität
Monitor drehen, schwenken, kippen, zur Seite schieben, das alles in Sekunden. Wenn ein Kollege oder eine Kollegin auf deinen Bildschirm schauen soll, drehst du den Monitor einfach rum. Im Hochformat-Modus (Portrait) lesen sich lange Dokumente oder Code deutlich besser.
4. Bessere Haltung am Stehschreibtisch
Wenn du einen höhenverstellbaren Schreibtisch nutzt, muss sich der Monitor mitbewegen. Ein guter Monitorarm macht die Höhenanpassung beim Wechsel zwischen Sitzen und Stehen zum Kinderspiel.
5. Aufgeräumterer Look
Kein wackeliger Standfuß, kein Kabelgewirr (gute Monitorarme haben integriertes Kabelmanagement), einfach ein cleaner Schreibtisch. Das klingt nach Ästhetik-Argument, hilft aber auch der Konzentration.
Monitorarm Test: Was vor dem Kauf wichtig ist
VESA-Standard prüfen
VESA ist die genormte Befestigung auf der Rückseite deines Monitors. Die beiden gängigsten Formate: – VESA 75×75 mm: Ältere oder kleinere Monitore – VESA 100×100 mm: Standard bei den meisten aktuellen Monitoren ab 24 Zoll
Alle Monitorarme in diesem Test unterstützen beide Formate. Prüfe aber vorher, ob dein Monitor überhaupt VESA-Löcher hat. Manche Monitore (besonders von Apple) haben keine.
Gewichtslimit checken
Jeder Monitorarm hat ein maximales Traggewicht. Ein 27-Zoll-Monitor wiegt typisch 4 bis 7 kg, ein 32-Zoll-Monitor 6 bis 10 kg, Ultrawide-Monitore können 8 bis 12 kg wiegen. Achte darauf, dass der Arm dein Monitorgewicht locker trägt, am besten mit etwas Reserve nach oben.
Tischplattenstärke messen
Die meisten Monitorarme werden mit einer Tischklemme (C-Clamp) befestigt. Die Klemme hat eine maximale Öffnung. Miss die Dicke deiner Tischplatte und vergleiche sie mit den Angaben des Monitorarms. Alternativ gibt es Durchführungsbefestigungen (Grommet), die durch ein Loch in der Tischplatte geschraubt werden.
Single oder Dual?
Brauchst du eine Halterung für einen oder zwei Monitore? Dual-Arm-Lösungen gibt es als Y-Arm (ein Arm, der sich oben in zwei Arme teilt) oder als zwei separate Arme an einer gemeinsamen Basis. Für die meisten Homeoffice-Setups reicht ein Single-Arm.
Monitorarm Test Vergleich: Die 5 besten Modelle 2026
| Modell | Tragkraft | VESA | Besonderheit | Garantie | ca. Preis |
|---|---|---|---|---|---|
| Ergotron LX | 3,2-11,3 kg | 75×75/100×100 | Premium Gasfeder, butterweich | 10 Jahre | ~155 € |
| Arctic Z1-3D Gen 3 | 2-15 kg | 75×75/100×100 | USB-Hub integriert | 6 Jahre | ~69 € |
| Invision MX450 | 2-15 kg | 75×75/100×100 | Großer Schwenkbereich | 2 Jahre | ~50 € |
| HUANUO HNSS6 | 2-9 kg | 75×75/100×100 | Budget-Preis-Leistung | 2 Jahre | ~26 € |
| Amazon Basics Monitorarm | 2-11,3 kg | 75×75/100×100 | Ergotron-OEM, solide Basis | 1 Jahr | ~100 € |
Die Modelle im Detail
Ergotron LX: Die Referenz (Mein Favorit)
Der Ergotron LX bei Amazon* ist der Monitorarm, an dem sich alle anderen messen lassen müssen. Und das seit Jahren.
Was ihn besonders macht: Die Gasfeder-Mechanik ist schlicht auf einem anderen Level. Der Monitor schwebt förmlich und lässt sich mit einem Finger in jede Position bewegen. Hoch, runter, links, rechts, gekippt, gedreht, alles butterweich und ohne Wackeln. Wenn du den Arm loslässt, bleibt der Monitor exakt da stehen, wo du ihn haben willst.
Verarbeitung: Vollmetall-Konstruktion, kein Plastik an tragenden Teilen. Das integrierte Kabelmanagement führt die Kabel durch den Arm, so bleiben sie unsichtbar. Die Tischklemme ist stabil und hinterlässt dank Gummipolstern keine Kratzer.
10 Jahre Garantie: Kein anderer Hersteller in diesem Vergleich bietet so eine lange Garantie. Ergotron steht hinter seinem Produkt, und das zu Recht. Ich kenne Ergotron LX-Arme, die seit 8 Jahren im Einsatz sind und immer noch perfekt funktionieren.
Für wen: Alle, die den besten Monitorarm wollen und bereit sind, dafür rund 155 Euro zu investieren. Wenn du einen hochwertigen Monitor hast (27 Zoll oder größer), verdient er auch eine hochwertige Halterung. Details zu passenden Monitoren findest du in unserer Monitor-Kaufberatung und im Gaming-Monitor-Guide.
Arctic Z1-3D Gen 3: Der Preis-Leistungs-Sieger
Der Arctic Z1-3D Gen 3 bei Amazon* bietet erstaunlich viel für seinen Preis.
Was er kann: Gasfeder-Mechanik mit 3D-Bewegungsfreiheit (Höhe, Schwenk, Neigung), integrierter 4-Port USB-Hub direkt am Arm, und eine Tragkraft von bis zu 15 kg. Damit trägt er auch schwere 32-Zoll-Monitore oder Ultrawides problemlos.
Der USB-Hub als Alleinstellungsmerkmal: Direkt am Arm sind USB-Ports verbaut, über die du Tastatur, Maus oder einen USB-Stick anschließen kannst. Das Kabel wird durch den Arm nach hinten zum PC geführt. Klingt nach Gimmick, ist im Alltag aber richtig praktisch, besonders wenn dein PC unter dem Schreibtisch steht.
Wo er sich vom Ergotron unterscheidet: Die Bewegung ist etwas weniger geschmeidig. Der Arm lässt sich gut positionieren, aber es fehlt dieses „Butter-Gefühl“ des Ergotron LX. Dafür kostet er weniger als die Hälfte und hat eine höhere Tragkraft. Die 6 Jahre Garantie sind ebenfalls solide.
Für wen: Der Sweet Spot zwischen Preis und Qualität. Wenn dir 155 Euro für den Ergotron zu viel sind, aber du trotzdem einen vernünftigen Arm willst, ist der Arctic Z1-3D die beste Alternative.
Invision MX450: Der Solide für große Monitore
Der Invision MX450 bei Amazon* ist ein Geheimtipp für alle mit größeren Monitoren.
Was er kann: Gasfeder-Mechanik, Tragkraft bis 15 kg, und geeignet für Monitore bis 40 Zoll. Der Schwenkbereich ist mit 180 Grad besonders groß, was bei einem Dual-Monitor-Setup praktisch ist, wenn du den zweiten Monitor weit zur Seite schwenken willst.
Was ihn auszeichnet: Die Kombination aus Tragkraft, Größenkompatibilität und Preis (~50 Euro). Wer einen 34-Zoll-Ultrawide hat, findet hier einen Arm, der das Gewicht sicher hält, ohne dass der Arm langsam absackt.
Der Kompromiss: Die Verarbeitung ist deutlich schlichter als beim Ergotron oder Arctic. Das Kabelmanagement ist basic (Klettverschlüsse statt integrierter Kabelführung), und die Gasfeder ist etwas rauer in der Bewegung. Für den Preis aber absolut fair.
Für wen: Nutzer mit großen oder schweren Monitoren, die einen zuverlässigen Arm suchen, ohne viel Geld auszugeben. Besonders für Ultrawides eine gute Wahl.
HUANUO HNSS6: Das Einsteigermodell
Der HUANUO HNSS6 bei Amazon* ist der günstigste Arm in diesem Monitorarm Test und zeigt, dass ergonomische Monitorpositionierung nicht teuer sein muss.
Was er kann: Gasfeder, Höhen- und Neigungsverstellung, VESA 75/100, Tragkraft bis 9 kg. Für Monitore bis 32 Zoll geeignet. Die Tischklemme hält solide und die Grundfunktion, den Monitor auf Augenhöhe zu bringen, erfüllt er zuverlässig.
Was man erwarten darf: Für unter 30 Euro bekommst du keine Premium-Qualität. Die Gasfeder ist etwas steifer, die Einstellung der Spannung erfordert einen Imbusschlüssel, und das Kabelmanagement ist minimal. Aber der Arm hält den Monitor, lässt sich in der Höhe verstellen und bringt dir den ergonomischen Vorteil.
Was man nicht erwarten sollte: Butterweiche Ein-Finger-Positionierung wie beim Ergotron. Der HUANUO muss nach der Ersteinstellung gelegentlich nachjustiert werden. Wer den Monitor täglich mehrmals umpositioniert, wird damit nicht glücklich.
Für wen: Alle mit kleinem Budget, die ihren Monitor von der Standfuß-Höhe befreien wollen. Lieber einen günstigen Monitorarm als gar keinen. Als erster Schritt in die Ergonomie-Welt völlig okay.
Amazon Basics Monitorarm: Der Ergotron-Klon
Der Amazon Basics Monitorarm bei Amazon* hat ein offenes Geheimnis: Er wird von Ergotron gefertigt. Und das merkt man.
Was er kann: Gasfeder-Mechanik, die sich sehr ähnlich zum Ergotron LX anfühlt, VESA 75/100, Tragkraft bis 11,3 kg und ein integriertes Kabelmanagement. Die Bauweise ist nahezu identisch zum LX.
Der Unterschied zum Ergotron: Weniger Farbvarianten (nur Schwarz), kürzere Garantie (1 Jahr statt 10 Jahre), und das Finish ist etwas weniger hochwertig. Aber die Mechanik ist praktisch die gleiche.
Das Dilemma: Der Amazon Basics Monitorarm kostet aktuell rund 100 Euro. Der Ergotron LX liegt bei 155 Euro. Für 55 Euro mehr bekommst du beim Ergotron: 10 Jahre Garantie statt 1 Jahr, besseres Finish und den etablierten Markennamen. Ob dir die Ersparnis die kürzere Garantie wert ist, musst du selbst entscheiden.
Für wen: Alle, die die Ergotron-Qualität wollen, aber ein paar Euro sparen möchten und mit 1 Jahr Garantie leben können.
Monitorarm montieren: So geht es richtig
Die Montage eines Monitorarms dauert 10 bis 20 Minuten und braucht meistens keinen Bohrer. Hier die Kurzanleitung:
Schritt 1: Standfuß entfernen. Leg den Monitor auf ein weiches Handtuch (Display nach unten) und entferne den Original-Standfuß. Meistens geht das mit wenigen Schrauben.
Schritt 2: Tischklemme befestigen. Die C-Clamp an der Schreibtischkante anbringen und fest anziehen. Achte darauf, dass die Klemme auf beiden Seiten der Tischplatte aufliegt und nicht nur an einer Kante hängt.
Schritt 3: Arm einsetzen. Den Arm in die Klemme stecken oder schrauben (je nach Modell).
Schritt 4: VESA-Platte montieren. Die VESA-Halterung an der Rückseite des Monitors verschrauben.
Schritt 5: Monitor einhängen und Spannung einstellen. Monitor in die VESA-Halterung einklicken und die Gasfeder-Spannung so einstellen, dass der Monitor in der gewünschten Position bleibt. Die meisten Arme haben dafür eine Stellschraube, die mit einem Imbusschlüssel (liegt bei) eingestellt wird.
Schritt 6: Kabel ordnen. Kabel durch die integrierte Kabelführung legen. Wenn dein Arm keine hat: Kabelclips oder Klettkabelbinder nutzen. Mehr Tipps dazu im Kabelmanagement-Guide.
Single-Arm oder Dual-Arm?
Single-Arm: Für die meisten Setups die richtige Wahl. Ein Monitor, ein Arm, fertig. Jeder Arm in diesem Monitorarm Test ist als Single-Variante erhältlich.
Dual-Arm: Wenn du zwei Monitore nutzt, hast du drei Optionen: 1. Zwei einzelne Arme: Maximale Flexibilität, jeder Monitor ist unabhängig positionierbar. Braucht aber zwei Klemmpositionen am Tisch. 2. Dual-Arm (ein Arm, zwei Monitore): Nur eine Klemme, beide Monitore hängen an einem System. Spart Platz, ist aber weniger flexibel bei der Positionierung. 3. Dual-Ständer (Stange + zwei Arme): Eine zentrale Stange, an der zwei Arme befestigt sind. Guter Kompromiss.
Für Dual-Setups empfehle ich den Ergotron LX Dual (ab ~250 Euro) oder zwei einzelne Arctic Z1-3D (zusammen ~140 Euro). Die Budget-Option wäre der HUANUO Dual für rund 35 Euro.
Monitorarm und Stehschreibtisch: Die perfekte Kombi
Wenn du einen höhenverstellbaren Schreibtisch nutzt, ist ein Monitorarm fast Pflicht. Warum? Weil sich beim Wechsel zwischen Sitzen und Stehen die optimale Monitorhöhe ändert. Mit dem Standfuß musst du den Monitor jedes Mal umständlich anpassen oder Bücher drunter stapeln. Mit dem Monitorarm ziehst du den Bildschirm in zwei Sekunden auf die richtige Höhe.
FAQ: Häufige Fragen zum Monitorarm
Hält mein Schreibtisch einen Monitorarm aus?
Die meisten Schreibtische halten das locker aus. Die Klemme verteilt das Gewicht auf eine relativ große Fläche. Vorsicht ist nur bei sehr dünnen Tischplatten (unter 15 mm) oder Glas-Schreibtischen geboten. Massivholz, MDF und Spanplatte sind kein Problem.
Kann ich jeden Monitor an einen Monitorarm hängen?
Nur Monitore mit VESA-Befestigung (Löcher auf der Rückseite im 75×75 oder 100×100 mm Muster). Die meisten aktuellen Monitore ab 24 Zoll haben VESA. Manche Apple-Monitore und einige Design-Monitore leider nicht. Es gibt aber Adapter-Kits für gängige Monitore ohne VESA.
Wackelt der Monitor am Arm beim Tippen?
Bei guten Monitorarmen (Ergotron, Arctic, Invision) praktisch nicht. Die Gasfeder und die Gelenke sind steif genug, um leichte Vibrationen abzufangen. Bei sehr günstigen Armen kann es bei schnellem Tippen minimales Wackeln geben, vor allem bei großen, schweren Monitoren.
Lohnt sich ein Monitorarm für einen Laptop?
Ja, es gibt spezielle Laptop-Halterungen, die an Monitorarmen befestigt werden. Der Laptop schwebt dann auf Augenhöhe und du nutzt eine externe Tastatur und Maus. Das ist ergonomisch deutlich besser, als direkt am Laptop zu arbeiten. Oft gibt es auch Kombi-Arme mit einem Monitor- und einem Laptop-Halter.
Gasfeder oder mechanischer Arm?
Gasfeder-Arme lassen sich stufenlos in der Höhe verstellen, mechanische Arme haben feste Raststufen. Für den Alltag ist Gasfeder klar im Vorteil, weil du den Monitor einfach hoch- oder runterbewegen kannst, ohne eine Schraube zu lösen. Alle Modelle in diesem Monitorarm Test nutzen Gasfeder.
Mein Fazit: Welchen Monitorarm kaufen?
Budget (unter 30 €): Der HUANUO HNSS6 bei Amazon* bringt deinen Monitor auf Augenhöhe, ohne dein Konto zu belasten. Kein Premium-Gefühl, aber die Grundfunktion stimmt.
Preis-Leistungs-Sieger: Der Arctic Z1-3D Gen 3 bei Amazon* bietet für rund 69 Euro eine solide Gasfeder, einen USB-Hub und 6 Jahre Garantie. Der beste Kompromiss aus Qualität und Preis.
Premium (meine Empfehlung): Der Ergotron LX bei Amazon* ist die Investition, die sich über ein Jahrzehnt rentiert. 10 Jahre Garantie, butterweiche Mechanik und eine Verarbeitung, die du jeden Tag genießt. Für 155 Euro bekommst du den besten Single-Monitor-Arm auf dem Markt.
Ein Monitorarm ist eines der günstigsten und wirkungsvollsten Ergonomie-Upgrades, die du machen kannst. Zusammen mit einem ergonomischen Stuhl und der richtigen Monitor-Wahl schaffst du dir einen Arbeitsplatz, an dem du auch nach acht Stunden noch entspannt sitzt.
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